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Der Junge soll’s richten

2019-04-10

Zuerst Travis Hamonic, und nun auch noch Kyle Palmieri. Die Minnesota Wild werden ausgerechnet aufs Playoff hin von grossem Verletzungspech heimgesucht. Im 1.-Runden-Duell mit den St. Louis Blues fehlt also nicht bloss einer der wichtigsten Defensiv-Stützen, sondern auch 50 Prozent des besten Sturm-Duos Kopitar/Palmieri.

Es sind Langzeitausfälle. Damit die beiden noch diese Saison Playoff spielen können, müssten die Wild den Conference-Final erreichen und damit nicht bloss die Blues, sondern danach auch noch Chicago oder Winnipeg eliminieren. «Soweit schauen wir noch gar nicht, mit den Ausfällen wird es schwer genug, gegen St. Louis bestehen zu können», so der GM der Wild. Die Bescheidenheit hat einen Grund: «Wir müssen Demut zeigen. Wir haben noch nie eine Playoff-Runde gewinnen können in der SLNF, es gibt also keinen Anlass für grosse Sprüche.»

Und die Blues sind alles andere als ein Wunschgegner, in der Regular Season gab es keinen einzigen Sieg nach 60 Minuten, dafür mit einer 0:6-Heimschlappe einen der wenigen Tiefpunkte einer sonst sehr guten Qualifikation. Goalie Jake Allen machte es sich fast in allen Begegnungen zum Hobby, gegen Minnesota über sich hinauszuwachsen.

Die Qualifikation, sie brachte einige Franchise-Highlights: 58 Siege, nur 20 Regular-Niederlagen, 285 Plus-Tore, 199 Minus-Tore, 32 Auswärts-Siege (Liga-Rekord!). «Doch all das zählt jetzt nicht mehr, es beginnt alles bei Null. Ich erwarte gegen die Blues eine Serie auf Augenhöhe», so der GM.

Der Rookie darf gleich ran

Und wer ersetzt nun Palmieri und Hamonic? Für den Stürmer wurde Rookie und Zukunftshoffnung Nolan Patrick aus Iowa geholt – im Farmteam kam er auf einen Punkt pro Spiel, nun wird er gleich ins kalte Wasser geworfen und darf in der 2. Linie ran. Da Palmieri Flügel ist und Patrick Center, muss Ryan Nugent-Hopkins von der Mitte auf die Seite weichen. Er ersetzt dabei Palmieri an der Seite Kopitars. «Ob das klappt, sehen wir dann», so der GM. «Was immer klappte, war das Duo Kopitar/Palmieri, ein funktionierendes drittes Puzzle-Teil zu finden, war die ganze Saison lang eine Herausforderung. Doch weder Aho, Niederreiter, Granlund, Ladd, Eriksson Ek, Coyle, also alle, die wir auch probierten, konnten neben den beiden jeweils im Scoring mithalten. Vielleicht heisst die Lösung Nugent-Hopkins….»

Wer Hamonic an der Seite von Abwehrchef Spurgeon ersetzt, wollte man in Minnesota noch nicht verraten: «Game-Time-Decision.» Es wird gemunkelt, dass die Entscheidung zwischen Michal Kempny und Nick Seeler fallen wird. Seeler wurde wie Patrick extra fürs Playoff aus Iowa geholt, dort war er ein klarer Leistungsträger und Nummer-1-Verteidiger. Dennoch dürfte Kempny wegen seiner Erfahrung die besseren Karten haben. Erstaunlicherweise hat Brennan Menell seinen Platz auf sicher – und nicht Kempny oder Seeler. Als Ergänzungsspieler zu Beginn der Saison verpflichtet, hat sich der junge Verteidiger mit guten Leistungen einen Stammplatz an der Seite Erik Gudbransons erkämpft.

Die voraussichtlichen Lines der Minnesota Wild in Spiel 1 gegen die Blues:

Nugent-Hopkins/Kopitar/Aho
Granlund/Patrick/Coyle
Ladd/Staal/Niederreiter
Eriksson Ek/Bellemare/Komarov

Spurgeon/Kempny
Dumba/Slavin
Gudbranson/Menell

Dubnyk/Hutton

Scratches: Hamonic, Palmieri, Seeler, Georgiev, Lang, Johnston, Smith, Valk, Rooney, Spencer, Mitchell, Soucy, Boyle.